Strategie

Baustoffe als Kerngeschäft

Das Segment der hochwertigen Baustoffe wird auch in der Zukunft interessante Chancen bieten. Die weltweit steigende Bevölkerungszahl, das verdichtete Bauen sowie ein höheres Anspruchsniveau führen zu einer stetig wachsenden Nachfrage nach besserer Infrastruktur und Wohnraum. Zudem besteht in weiten Bereichen ein deutlicher Nachholbedarf, sowohl in quantitativer als auch qualitativer Hinsicht.

Der jahrzehntelange Erfolg von Holcim basiert auf der Bereitstellung von Produkten, die Mehrwert bieten, d. h. Serviceleistungen und Lösungen mit eindeutiger Konzentration auf Zement und Zuschlagstoffe. Seit Jahrzehnten legt der Konzern grossen Wert auf Nachhaltigkeitskonzepte, da beispielsweise die Veredelung von Kalkstein, Ton und Mergel für die Zementherstellung sowie der Abbau und die Aufbereitung von Schotter, Kies und Sand natürliche Ressourcen benötigen und erheblichen Energieaufwand erfordern. In einigen Ländern, insbesondere in reifen Märkten und grossen Ballungsräumen, ist Holcim auch in den Bereichen Transportbeton, Betonwaren und Asphalt tätig. Weltweit bieten kompetente Teams neben den Produkten vielfältige Serviceleistungen, produktspezifische Beratungen und innovative Systemlösungen speziell für Grossobjekte an. Massgeschneiderte Konzepte für komplexe Bauvorhaben sind an manchen Standorten ebenfalls ein wichtiger Erfolgsfaktor. Holcim führt diese Geschäftsbereiche nicht nur als Absatzkanal für Zement, sondern gewinnorientiert. Diese Aktivitäten werden regelmässig überprüft, um ihren Beitrag zum Gewinn zu optimieren.

Globale Präsenz

Holcim ist weltweit auf allen Kontinenten in rund 70 Ländern mit Produktionsanlagen an etwa 1 500 Standorten tätig, darunter Zementwerke, Zuschlagstoffbetriebe, Transportbetonzentralen, Betonelementwerke, Asphaltanlagen und Plattformen für die Aufbereitung von alternativen Brennstoffen und Rohmaterialien. Die breit abgestützte Präsenz zeigt, wie wichtig ein ausgeglichenes Portfolio zur Stabilisierung des Konzernertrags auch bei Konjunkturschwankungen in einzelnen Märkten ist.

Über Holcim Trading nimmt der Konzern eine führende Position im internationalen Handel mit Zement, Klinker, mineralischen Bindemitteln und Festbrennstoffen ein. Holcim Trading bietet den Konzerngesellschaften zudem eine breite Palette von Handelsdienstleistungen, insbesondere durch die Unterstützung beim Kauf und Verkauf solcher Produkte auf den internationalen Märkten.

Gleichgewicht zwischen globaler strategischer und lokaler operativer Führung

Nettoumsatz nach Regionen

Mio. CHF

2014

2013

Asien, Ozeanien

6 970

35,3%

7 282

35,9%

Lateinamerika

3 012

15,3%

3 349

16,5%

Europa

5 554

28,1%

5 611

27,6%

Nordamerika

3 336

16,9%

3 171

15,6%

Afrika, Naher Osten

861

4,4%

884

4,4%

Nettoumsatz nach reifen und aufstrebenden Märkten

Marketing und Vertrieb von Produkten, Serviceleistungen und Lösungen, der Abbau von Rohmaterialien, der Betrieb der Zementwerke und der Vertrieb von Baustoffen gehören zum lokalen Geschäft. Die meisten Kunden sind auf lokaler oder regionaler Ebene tätig. Deshalb sind die einzelnen Konzerngesellschaften mit ihren Werken und Betrieben lokal stark verankert. Holcim legt seit jeher grossen Wert auf die Delegation der Betriebs- und Unternehmensverantwortung an die einzelnen Konzerngesellschaften. Allerdings müssen die im Rahmen der „Holcim Policy Landscape“ klar formulierten und konzernweit gültigen Direktiven weltweit zwingend eingehalten werden. Dazu gehören insbesondere auch Regeln zum geschäftlichen Verhalten aller Mitarbeitenden. Das Nichteinhalten des Verhaltenskodex löst automatisch disziplinarische Massnahmen aus.

Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz haben oberste Priorität: Daher wird die Vision eines unfallfreien Arbeitsumfeldes verfolgt. Die Konzernstabsfunktion Gesundheit und Arbeitssicherheit ist dem Konzern-CEO direkt unterstellt. Holcim betrachtet Unfälle an den Unternehmensstandorten als inakzeptabel. Holcim wird das Ziel, die Häufigkeitsrate unfallbedingter Absenzen (LTIFR) auf unter 1,0 zu senken, weiterverfolgen. Entsprechend der Standards in der Industrie hat sich der Konzern gleichzeitig eine totale Häufigkeitsrate aller Unfälle (TIFR) von unter 5,0 zum Ziel gesetzt. Die wichtigsten Risiken, wie in den „Fatality Prevention Elements“ beschrieben, werden permanent überwacht.