Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz – Sich der Herausforderung stellen

Häufigkeitsrate1 unfallbedingter Absenzen

1 Die Häufigkeitsrate wird wie folgt berechnet: Anzahl unfallbedingte Absenzen × 1 000 000 : Gesamtarbeitsstunden. Die Angaben beinhalten alle Betriebsstätten.

Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz haben bei Holcim oberste Priorität. Holcim möchte als führender Arbeitgeber gelten, der integer und transparent berichtet und sich aufrichtig für die Gesundheit und Sicherheit seiner Mitarbeitenden einsetzt. Daher konzentriert sich der Konzern seit Jahren auf seine Berichtskultur und auf den Aufbau von Vertrauen im gesamten Konzern. Diese Veränderungen spiegeln sich inzwischen auch in den Zahlen wider. Seit Holcim die Meldung kritischer Vorfälle eingeführt hat, ist die Zahl der gemeldeten Vorfälle von 10 auf 100 pro Jahr gestiegen. Holcim ist der Ansicht, dass heute nicht mehr Vorfälle als früher auftreten, sondern dass der Konzern nur mehr darüber erfährt. Dieser Fortschritt in der Berichtskultur zeigt sich bei den wichtigen Leistungsindikatoren zur Sicherheit. Dies sind vor allem die Häufigkeitsrate unfallbedingter Absenzen, LTIFR, und die totale Häufigkeitsrate aller Unfälle, TIFR, mit 1,6 bzw. 4,8 in 2014. Im Berichtsjahr verloren 25 Personen bei Tätigkeiten für Holcim ihr Leben; davon waren 20 indirekt über Subunternehmer oder Dienstleister beschäftigt. Von diesen 25 Personen waren sieben Opfer von Verkehrsunfällen ausserhalb der Werke. Weitere 16 Personen, die nicht in Verbindung zu Holcim standen, kamen bei Verkehrsunfällen unter Beteiligung von Fahrzeugen, die Holcim-Produkte transportierten, ums Leben. Der Konzern bedauert jeden einzelnen dieser Todesfälle zutiefst. Diese Zahlen für 2014 sind zweifellos enttäuschend. Mit Hilfe der neuen Berichtskultur ist Holcim jedoch nun in der Lage, besser als je zuvor zu verstehen, wie die Situation wirklich ist. Der Konzern hat nun die Möglichkeit, eine umfassende Analyse der Gefahren vorzunehmen und Ressourcen gezielt zur Bekämpfung dieser Risiken einzusetzen. Genau darauf liegt gegenwärtig bei Holcim der Fokus.

Die Programme und Initiativen des Konzerns ermöglichen die zielgerichtete Unterstützung, wenn spezifische und individuelle Verbesserungen in Konzerngesellschaften erforderlich sind. Dazu gehört auch das Directives Assessments-Programm, das die Kompetenz und das Verständnis der einzelnen Konzerngesellschaften in Bezug auf die Identifizierung von Gefahren und das Risikomanagement bewertet. Mit dem Design Safety and Construction Quality-Programm kann Holcim zielgerichtete Unterstützung bei den Risiken leisten, die mit grossen Gefahren wie Bränden oder Explosionen oder mit geotechnischer und struktureller Integrität verbunden sind. Auf diese Weise können Probleme in der Entwurfs-, Konstruktions- und Betriebsphase von Steinbrüchen und Produktionsanlagen direkt an der Wurzel angegangen werden.

Auf übergeordneter Ebene fördert Holcim weiterhin die Bedeutung der Führungsqualitäten von Linienvorgesetzten. Zu ihren Aufgaben gehört es, mit gutem Beispiel voranzugehen, positive Verhaltensweisen auf allen Ebenen des Konzerns zu fördern und weiterhin intensiv darauf hinzuarbeiten, die Kompetenz der Funktion Gesundheit und Arbeitssicherheit zu stärken. Zudem hat der Konzern die Einführung des Road Safety Improvement-Programms fortgesetzt. Damit sollen die Leistungen in Bereichen wie Fahrzeugmanagement, Führung und Engagement, Fahrer-, Subunternehmer- und Fahrtenmanagement sowie Strassen- und Verkehrsbedingungen an den konzerneigenen Standorten verbessert werden.

Mit den jährlichen Sicherheits-Awards förderte Holcim nach wie vor eine Unternehmenskultur, in der herausragende Leistungen im Bereich Sicherheit anerkannt und zum Wohle aller vermittelt werden. Der Konzern vergibt zum dritten Mal in Folge auf regionaler und globaler Ebene Auszeichnungen für Best Practices. Die entsprechenden Initiativen werden auch in anderen Bereichen des Konzerns repliziert.

Alle Massnahmen von Holcim zu Fragen der Gesundheit und Arbeitssicherheit zielen darauf ab, im gesamten Konzern eine unfallfreie Arbeitsumgebung zu schaffen. Nach Auffassung von Holcim handelt es sich dabei nicht nur um ein erstrebenswertes Ziel, mit dem bessere Leistungen gefördert werden sollen. Es ist vielmehr ein erreichbares Ziel, und der Konzern wird unermüdlich darauf hinarbeiten.