Erholung in Mexiko, Brasilien weiterhin herausfordernd

Holcim Mexiko setzte 2014 nicht nur aufgrund des insgesamt freundlicheren Wirtschaftsumfelds, das für eine höhere Nachfrage sorgte, mehr Zement ab, sondern zudem wegen einer Reihe kommerzieller Massnahmen. Die Konzerngesellschaft exportierte auch 2014 Klinker an Holcim Ecuador. Die Strategie, sich auf die rentabelsten Märkte und Kunden zu konzentrieren, führte 2013 zur Schliessung mehrerer Zuschlagstoffwerke und Transportbetonstationen. Der Absatz in diesen beiden Segmenten sank entsprechend deutlich.

Nach einem Jahr mit soliden Volumen aufgrund grosser Infrastrukturprojekte im Strassenbau gingen die Zementlieferungen in El Salvador 2014 zurück. Bei Holcim Costa Rica lagen die Absatzmengen in allen drei Segmenten unter dem Vorjahr. Ursachen hierfür waren das langsamere Wirtschaftswachstum und die niedrigeren Exporte. Holcim Nicaragua konnte auch 2014 die Zementverkäufe steigern, obwohl im Berichtsjahr Wettbewerber neue Werke in Betrieb nahmen und so die Kapazitäten erhöhten.

Die Zementvolumen bei Holcim Kolumbien stiegen leicht, während das Werk der Konzerngesellschaft an der Kapazitätsgrenze produzierte und der Wettbewerb stärker wurde. Die Konzerngesellschaft konzentrierte sich zudem auf margenträchtigere Geschäfte im Transportbeton und konnte die Volumen steigern.

Nachdem Holcim Ecuador in den vergangenen Jahren solide Zuwächse bei den Zementvolumen erreichte und 2013 ein Rekordergebnis verzeichnete, wirkte sich der 2014 rückläufige Zementverbrauch im Land jedoch nachteilig auf die Konzerngesellschaft aus. Die öffentliche Hand investierte wegen der staatlichen Liquiditätsengpässe nur wenig. Daher sanken die Lieferungen in allen drei Segmenten.

Die konjunkturelle Lage in Brasilien war nach der Fussball-Weltmeisterschaft und den Wahlen 2014 unverändert schwierig. Holcim Brasilien mit seiner Präsenz im Südosten des Landes konnte jedoch den Zementabsatz steigern, vor allem dank der hohen Nachfrage in Rio de Janeiro sowie – etwas weniger stark – in São Paulo und Espírito Santo. Die Entwicklung in Minas Gerais war dagegen weniger positiv. Infolge der strategischen Restrukturierung des Transportbetongeschäfts im vergangenen Jahr verringerten sich die Volumen in diesem Segment.

In Chile litt Cemento Polpaico 2014 unter der schwierigen Wirtschaftslage und verzeichnete in allen drei Segmenten Volumenrückgänge. Im Berichtsjahr auslaufende Bergbauprojekte wirkten sich nach dem Spitzenjahr 2013 negativ auf die Liefermengen bei Transportbeton aus. Dadurch sanken auch die internen Zementverkäufe der Konzerngesellschaft.

Immobilien gelten vor dem Hintergrund der Rezession in Argentinien als sichere Möglichkeit, den Geldwert zu erhalten. Der Rückgang bei der Nachfrage nach Zement fiel daher weniger stark aus als in anderen Branchen. Dennoch verkaufte Holcim Argentinien 2014 im Vergleich zum sehr guten Vorjahr weniger Zement. Die Absatzmengen bei Zuschlagstoffen und Transportbeton fielen aufgrund geringerer Infrastrukturinvestitionen deutlich schwächer aus.

Die konsolidierten Zementvolumen in der Konzernregion Lateinamerika gaben 2014 um 1,5 Prozent auf 24,6 Millionen Tonnen nach. Bei den Zuschlagstoffen sanken die Absatzmengen um 26,4 Prozent auf 7,5 Millionen Tonnen, und bei Transportbeton schrumpften die Lieferungen um 20,0 Prozent auf 6,4 Millionen Kubikmeter. Beide Entwicklungen waren vorrangig auf die strategische Restrukturierung in der Konzernregion im Jahr 2013 zurückzuführen. Der Nettoverkaufsertrag in der Konzernregion Lateinamerika sank um 10,0 Prozent auf CHF 3 Milliarden.