Volumen weiter unter Druck

Aggregate Industries UK profitierte von der hohen Nachfrage nach Baustoffen in allen Geschäftsbereichen. Der Umsatz mit Zuschlagstoffen legte erheblich zu. Die starke Präsenz der Konzerngesellschaft in London und die kontinuierlich wachsende Bautätigkeit bei Gewerbe- und Wohnimmobilien sorgten für deutliche Zuwächse bei den Transportbetonvolumen. Auch die Asphaltlieferungen stiegen, vor allem dank Instandhaltungs- und Reparaturarbeiten an Strassen.

Aufgrund der schwachen Bautätigkeit erzielte Holcim Belgien, das auch die Niederlande beliefert, lediglich leicht höhere Zementvolumen und deutlich geringere Lieferungen von Zuschlagstoffen und Transportbeton. Nach einem guten Auftakt litt Holcim Frankreich im weiteren Verlauf des Jahres 2014 unter sinkendem Zementabsatz. Für das Gesamtjahr ergab sich daraus ein gegenüber dem Vorjahr geringeres Lieferniveau. Die Volumen bei Zuschlagstoffen und Transportbeton sanken in Folge des negativen Marktumfeldes.

So wie andere Konzerngesellschaften der Region profitierte auch Holcim Deutschland vom milden Winter. In der zweiten Jahreshälfte 2014 flachte das Volumenwachstum bei Zement und Zuschlagstoffen jedoch aufgrund des trüberen Konjunkturklimas ab. Eine geringere Anzahl Infrastrukturprojekte führten zu niedrigeren Zementverkäufen bei Holcim Süddeutschland. Die Lieferungen von Zuschlagstoffen und Transportbeton nahmen ebenfalls ab.

Holcim Schweiz spürte wachsenden Druck durch Zementimporte und den schärferen Konkurrenzkampf im Inland. Die Absatzmengen in diesem Segment gingen entsprechend zurück und die Volumen bei Zuschlagstoffen und Transportbeton sanken ebenfalls. In Italien sanken die Absatzmengen aufgrund des anhaltend schlechteren Marktumfeldes in allen drei Segmenten.

Holcim Spanien verzeichnete höhere Zementverkäufe. Diese wurden vor allem durch Exporte gestützt. Aber auch im Inland verbesserte sich die Entwicklung allmählich. Nach der Anpassung der operativen Präsenz im zweiten Quartal 2014 ging der Absatz bei Zuschlagstoffen und Transportbeton merklich zurück.

Während Osteuropa von einem starken Start in das Geschäftsjahr profitierte, verlangsamte sich das Wachstum im Laufe des Jahres jedoch in den meisten Märkten. Bei Zement meldeten alle Konzerngesellschaften mit Ausnahme von Serbien, Kroatien und Ungarn bessere Volumen. Dank eines grossen Schnellstrassenprojekts konnte Holcim Tschechien die Volumen bei Zuschlagstoffen deutlich steigern. Holcim Rumänien, der wichtigste Markt des Konzerns in der Region, erzielte aufgrund einer Reihe grösserer Projekte in der Region Bukarest bei Transportbeton erhebliche Zuwächse.

Holcim Aserbaidschan war einem verschärften Wettbewerb durch zwei neue lokale Zementhersteller sowie zunehmenden Importen aus dem Iran ausgesetzt. In der Folge konnte die Konzerngesellschaft das hohe Niveau bei den Volumen des Vorjahres nicht halten und verkaufte weniger Zement. In Russland wuchs Holcim dank Infrastrukturinvestitionen deutlich stärker als der Markt.

2014 sanken die konsolidierten Zementvolumen in der Konzernregion um 1,0 Prozent auf 26,4 Millionen Tonnen, vor allem als Folge der Entwicklung in Aserbaidschan und Italien. Die Lieferungen von Zuschlagstoffen erreichten 73,1 Millionen Tonnen, was einer Abnahme um 1,4 Prozent entspricht. Die Absatzmengen bei Transportbeton sanken um 3,0 Prozent auf 11,9 Millionen Kubikmeter. Die Asphaltvolumen stiegen jedoch um 14,5 Prozent auf 5,6 Millionen Tonnen. Der Nettoverkaufsertrag in Europa ging um 1,0 Prozent auf CHF 5,55 Milliarden zurück.

Handelsvolumen steigen um rund 5 Prozent

2014 verzeichnete Holcim Trading ein Handelsvolumen von 20.1 Millionen Tonnen (2013: 18,5 Millionen Tonnen). Das Wachstum war im Wesentlichen auf den grösseren Anteil der Kunden ausserhalb des Konzerns zurückzuführen. Zu den grösseren Abnehmern gehörten wie im vorherigen Jahr die Philippinen und die Vereinigten Arabischen Emirate. Holcim Trading ist ein wesentlicher Bestandteil des Konzerns, der Länder dabei unterstützt, Investitionen in Anlagen zur Klinkerproduktion zu verschieben, um stattdessen verfügbare Kapazitäten in anderen Ländern zu nutzen. Die globalen Handelsströme blieben mit einem Anteil der Kunden in Asien, Ozeanien von 40 Prozent im Wesentlichen stabil.