Europa verharrt trotz gutem Jahresauftakt auf niedrigem Niveau

Europäische Erholung weit schwächer als angenommen

Die Erholung der europäischen Wirtschaft verlangsamte sich im Laufe des Jahres 2014, da wichtige Märkte die Wachstumserwartungen verfehlten und die politische Unsicherheit zunahm. Die Entwicklung in der ersten Jahreshälfte fiel jedoch besser aus.

Grossbritannien verzeichnete innerhalb der Konzernregion eine vergleichsweise solide konjunkturelle Entwicklung mit robustem Wachstum, obwohl das Referendum der schottischen Unabhängigkeitsbewegung im dritten Quartal für politische Verunsicherung sorgte. Belgien und die Niederlande spürten die staatlichen Sparmassnahmen und Haushaltskürzungen. Die französische Wirtschaft tendierte im Berichtsjahr unverändert grösstenteils seitwärts. Die Konjunktur in Deutschland kühlte sich im Jahresverlauf ab und sowohl Verbrauchervertrauen als auch das Geschäftsklima trübten sich ein. Die Schweizer Wirtschaft entwickelte sich weniger dynamisch, auch infolge der politischen Unsicherheit. In Italien zeichnete sich keine Erholung ab. Die wirtschaftlichen Aktivitäten in Spanien zogen 2014 etwas an. Die Situation in Osteuropa war nach wie vor uneinheitlich, einige Länder konnten sich nicht aus der Rezession befreien. Das stete Wirtschaftswachstum in Aserbaidschan dauerte 2014 an. Russland spürte dagegen die Folgen der politischen Instabilität aufgrund der Ukrainekrise.

Erholung der Bauaktivität in ausgewählten Märkten

In Grossbritannien legten die Ausgaben für Bauprojekte, vor allem dank privater und gewerblicher Bauprojekte, 2014 kräftig zu. Die Bautätigkeit in Belgien und in den Niederlanden blieb im Berichtsjahr gedämpft. In Frankreich sorgten ein Rückgang bei Neubauten und ausbleibende staatliche Investitionen für eine anhaltende Abschwächung. Verglichen mit anderen Ländern der Konzernregion blieb der Bausektor in Deutschland solide. In der Schweiz hielt sich die Baubranche trotz rückläufiger Baubewilligungen gut. In Italien schwächte sich die Bauindustrie dagegen weiter und stärker ab als andere Branchen im Land. In Spanien entspannte sich die Lage nach den sehr herausfordernden vergangenen Jahren leicht, die Bautätigkeit nahm im Berichtsjahr zu. Osteuropa wartete nach wie vor auf eine markant anziehende Nachfrage nach Baustoffen. Der Bausektor in Aserbaidschan zeigte sich dank staatlicher Ausgaben lebhaft. Trotz der makroökonomischen Herausforderungen erzielte der Bausektor in Russland ein leichtes Wachstum.

Konsolidierte Kennzahlen Europa

 

2014

2013

±%

±% LFL*

*

Like-for-like, das heisst auf vergleichbarer Basis unter Ausklammerung des veränderten Konsolidierungskreises und des Währungseinflusses.

Zementproduktionskapazität in Mio. t

46,8

47,7

–2,0

 

Zement- und Mahlwerke

34

35

 

 

Zuschlagstoffbetriebe

188

203

 

 

Transportbetonwerke

373

414

 

 

Asphaltwerke

51

49

 

 

Zementabsatz in Mio. t

26,4

26,7

–1,0

–1,0

Mineralischer Bindemittelabsatz in Mio. t

2,3

2,1

+10,2

+10,2

Zuschlagstoffabsatz in Mio. t

73,1

74,1

–1,4

–1,0

Transportbetonabsatz in Mio. m3

11,9

12,3

–3,0

–2,5

Asphaltabsatz in Mio. t

5,6

4,9

+14,5

+15,3

Nettoverkaufsertrag in Mio. CHF

5 554

5 611

–1,0

+0,2

Betrieblicher EBITDA in Mio. CHF

991

946

+4,8

+6,7

Betriebliche EBITDA-Marge in %

17,8

16,9

 

 

Betriebsgewinn in Mio. CHF

510

436

+16,8

+16,1

Betriebsgewinn-Marge in %

9,2

7,8

 

 

Mitarbeiter

15 399

15 868

–3,0

–2,6