Absatzerholung in Indien treibt Nettoverkaufsertrag der Konzernregion

Die beiden indischen Konzerngesellschaften von Holcim profitierten von der positiveren Lage des nationalen Baumarkts. Ambuja Cements und ACC wuchsen im Berichtsjahr und profitierten von verschiedenen landesweiten Geschäftsinitiativen. Diese erschlossen neue Märkte und steigerten den Verkauf hochwertigerer Produkte. Die Zementlieferungen in Sri Lanka und Bangladesch erhöhten sich ebenfalls. Im Berichtsjahr baute Holcim die Zementmahlkapazität in Meghnaghat in Bangladesch aus.

Die Zementvolumen bei Holcim Vietnam waren rückläufig. Allerdings setzte die Konzerngesellschaft, die hauptsächlich im südlichen Landesteil aktiv ist, dank einer stärkeren Position im Premium-Segment mehr Sackzement ab. Die Volumen bei Zement in loser Schüttung und bei Transportbeton waren hingegen rückläufig. Die Zementlieferungen in Malaysia waren nach einem sehr guten Jahr 2013 rückläufig. In Singapur sank der Absatz von Transportbeton aufgrund der Herausforderungen der lokalen Bauindustrie ebenfalls.

Holcim Philippinen steigerte dank der anhaltenden Finanzierung von Infrastrukturprojekten durch die öffentliche Hand die Zementvolumen deutlich. Gleichzeitig ermunterte das positive Geschäftsumfeld den Privatsektor, Expansionspläne umzusetzen.

In Indonesien stiegen die Volumen bei Zement und Zuschlagstoffen, während sie bei Transportbeton unverändert blieben. Bei Zement trugen Customer-Excellence-Initiativen und die Erschliessung neuer Märkte zur Entwicklung bei, wobei die Zuwächse bei Sackzement besonders stark waren. Die neue Ofenlinie im Werk Tuban I in Ostjava wurde im vierten Quartal 2014 in Betrieb genommen.

Cement Australia steigerte die Zementvolumen auf vergleichbarer Basis trotz einer schwächeren Nachfrage des Rohstoffsektors. 2014 nahm die Konzerngesellschaft im neuen Mahlwerk in Port Kembla südlich von Sydney die Produktion auf. Holcim Australia spürte den Rückgang der Investitionen des Rohstoffsektors, weil insbesondere Grossprojekte in Westaustralien im Lauf des Jahres 2014 abgeschlossen wurden. Danach sanken die Absatzmengen bei Zuschlagstoffen. Als Reaktion auf das anhaltend geringe Wachstum und den Rückgang von Investitionen im Bergbausektor hat Holcim Australien seine operative Präsenz angepasst und Stellen abgebaut, um so agiler und effektiver sein zu können. Die Transportbetonlieferungen stiegen jedoch. Holcim Neuseeland steigerte das Zementvolumen in einem sehr wettbewerbsintensiven Markt. Die Konzerngesellschaft baut zukünftig auf eine Importstrategie und wird in diesem Zusammenhang zwei neue Terminals errichten. Die Lieferungen von Zuschlagstoffen stiegen ebenfalls.

Die konsolidierten Zementvolumen in der Konzernregion Asien, Ozeanien stiegen 2014 um 1,4 Prozent auf 71,2 Millionen Tonnen. Bei den Zuschlagstoffen sank der Absatz im Wesentlichen aufgrund der Entwicklung von Holcim Australien um 1,5 Prozent auf 24,8 Millionen Tonnen. Die Transportbetonlieferungen nahmen leicht um 0,8 Prozent auf 10,8 Millionen Kubikmeter ab. Der konsolidierte Nettoverkaufsertrag in Asien, Ozeanien betrug mit CHF 6,97 Milliarden hauptsächlich wegen negativer Wechselkursentwicklungen 4,3 Prozent weniger als im Vorjahr.