Asien, Ozeanien profitiert vom Aufschwung in Indien

Wachstum in Schlüsselländern der Region

Das konjunkturelle Klima in Asien, Ozeanien war gekennzeichnet von einer beginnenden Erholung der indischen Wirtschaft sowie durch solides Wachstum in den meisten weiteren wichtigen Märkten der Region.

In den ersten Monaten des Jahres 2014 entwickelte sich das indische Wirtschaftsumfeld nur schleppend. Nach den Parlamentswahlen zeichneten sich jedoch immer deutlicher Verbesserungen ab, denn die neue Regierung startete zahlreiche Projekte, um die Konjunktur anzukurbeln. Die Wirtschaft in Sri Lanka blieb in guter Verfassung, und Bangladesch meldete trotz einiger politischer Unsicherheiten ein deutliches Wachstum. Das wirtschaftliche Umfeld in Vietnam war trotz solidem Wachstum unverändert schwierig. Malaysia profitierte 2014 erneut von Investitionen der öffentlichen Hand, Singapur wuchs dagegen weniger dynamisch. Die Philippinen verzeichneten vor allem dank des Dienstleistungsgewerbes und der Fertigungsindustrie sowie aufgrund der starken Ausgaben der Privathaushalte ein solides Wirtschaftswachstum. Auch Indonesien erreichte einen robusten Zuwachs, der jedoch aufgrund der Wahlen 2014 geringer als erwartet war. In Australien schwächte sich das Wachstum aufgrund eines deutlichen Rückgangs der Investitionen im Rohstoffsektor und der schwachen bergbaufremden Unternehmensinvestitionen ab. Neuseeland verzeichnete dagegen einen dynamischen Konjunkturverlauf.

Wachsende Nachfrage nach Baustoffen in den meisten Märkten

Die Bauwirtschaft in Indien entwickelte sich im Jahresverlauf 2014 allmählich positiver. Die Infrastrukturinvestitionen blieben vergleichsweise niedrig, doch der Wohnungsbau entwickelte sich trotz hoher Inflation und hoher Zinsen vorteilhafter. Die Bauwirtschaft in Sri Lanka erholte sich vom herausfordernden Vorjahr. In Bangladesch verlief die Entwicklung auch 2014 deutlich positiv. Vietnam litt nach wie vor unter dem Überangebot bei vielen Baustoffen, während Malaysia erneut von verschiedenen Infrastrukturprojekten profitierte. Singapurs Bausektor hatte mit einer massiven Eintrübung zu kämpfen. Das positive Wirtschaftsklima und insbesondere die soliden staatlichen Investitionen waren die Treiber für Bauprojekte auf den Philippinen. Die Ausgaben für Bauprojekte in Indonesien waren aufgrund der Parlamentswahlen weniger dynamisch, doch die Nachfrage nach Wohnraum blieb hoch. Die Bauaktivität in Australien gab 2014 insgesamt aufgrund des zyklischen Abschwungs nach, obwohl der private Wohnungsbau deutlich zulegte. Der neuseeländische Bausektor zeigte sich in guter Verfassung, der Zementverbrauch erhöhte sich spürbar.

Konsolidierte Kennzahlen Asien, Ozeanien

 

2014

2013

±%

±% LFL*

*

Like-for-like, das heisst auf vergleichbarer Basis unter Ausklammerung des veränderten Konsolidierungskreises und des Währungseinflusses.

Zementproduktionskapazität in Mio. t

96,4

90,3

+6,8

 

Zement- und Mahlwerke

54

51

 

 

Zuschlagstoffbetriebe

72

84

 

 

Transportbetonwerke

290

320

 

 

Zementabsatz in Mio. t

71,2

70,3

+1,4

+2,0

Mineralischer Bindemittelabsatz in Mio. t

0,6

0,7

–11,2

+6,3

Zuschlagstoffabsatz in Mio. t

24,8

25,2

–1,5

–1,5

Transportbetonabsatz in Mio. m3

10,8

10,9

–0,8

–0,6

Nettoverkaufsertrag in Mio. CHF

6 970

7 282

–4,3

+3,8

Betrieblicher EBITDA in Mio. CHF

1 332

1 473

–9,5

–1,7

Betriebliche EBITDA-Marge in %

19,1

20,2

 

 

Betriebsgewinn in Mio. CHF

934

1 030

–9,4

–1,7

Betriebsgewinn-Marge in %

13,4

14,1

 

 

Mitarbeiter

31 850

34 080

–6,5

–6,5