Risikomanagement

Group Risk Management

Das Group Risk Management unterstützt den Verwaltungsrat, die Konzernleitung sowie die Geschäftsleitungen der Konzerngesellschaften in ihren strategischen Entscheidungen. Das Hauptziel des Group Risk Managements ist es, die wesentlichen Unternehmensrisiken zu erkennen. Unterschiedliche Risikoarten wie zum Beispiel industrielle, betriebliche, finanzielle und rechtliche Risiken bis hin zu externen Risikofaktoren aus dem Geschäftsumfeld werden analysiert, unter der Berücksichtigung von Compliance- und Reputationsaspekte und einer nachhaltigen Entwicklung. Holcim betrachtet die Auswirkungen von Unsicherheiten auf die geplanten Unternehmensziele, was sowohl eine Chance als auch eine Bedrohung darstellen kann. Der Risikohorizont reicht von kurz- und mittelfristigen Unternehmensrisiken bis hin zu langfristigen strategischen Risiken. Potenzielle Risiken werden frühzeitig identifiziert, bewertet und überwacht. Gegenmaßnahmen werden auf entsprechender Ebene definiert und umgesetzt, so dass das Risikomanagement eine zentrale Verantwortung des Linienmanagement bleibt. Der Risikotransfer durch Versicherungslösungen ist ein integraler Bestandteil des Group Risk Managements.

Die Risikolage des Konzerns wird “top-down”, “bottom-up” und durch eine funktionale Risikoanalyse beurteilt. Zusammen ergibt sich daraus eine 360°-Risikoanalyse des Konzerns. Neben den Konzerngesellschaften sind auch der Verwaltungsrat, die Konzernleitung sowie ausgewählte Leiter der Konzernfunktionen an der Risikobeurteilung beteiligt. Die Konzernleitung berichtet dem Verwaltungsrat regelmässig über wichtige Ergebnisse der Risikoanalyse und orientiert ihn über die getroffenen Massnahmen.

Finanzielles Risikomanagement

Der Konzern ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit einer Vielzahl von Finanzrisiken ausgesetzt, etwa im Zusammenhang mit Änderungen der Finanzierungsstruktur, Veränderungen der Preise am Aktienmarkt oder Währungs- und Zinsrisiken. Der konzernweite Risikomanagementansatz fokussiert auf die Unvorhersehbarkeit der Finanzmärkte und zielt darauf ab, Effekte zu minimieren, die sich negativ auf das finanzielle Ergebnis des Konzerns auswirken könnten. Um entsprechende Risiken abzusichern, werden derivative Finanzinstrumente wie Fremdwährungskontrakte und Zinssatzswaps eingesetzt. Der Konzern geht keine derivativen oder anderen Finanztransaktionen ein, welche nicht im Zusammenhang mit der operativen Geschäftstätigkeit stehen, und verfolgt somit einen risikoaversen Ansatz.

Das finanzielle Risikomanagement basiert auf von der Konzernleitung bewilligten Richtlinien. Diese beinhalten neben Vorgaben für das allgemeine finanzielle Risikomanagement auch solche für spezifische Bereiche wie das Management von Zins-, Fremdwährungs- und Gegenparteienrisiken, für die Verwendung derivativer Finanzinstrumente sowie der Anlagepolitik von überschüssigen liquiden Mitteln.

Liquiditätsrisiken

Um ihren Verpflichtungen nachzukommen, benötigen die Konzerngesellschaften ausreichend Liquidität. Für die Verwaltung ihrer Liquiditätsbestände beziehungsweise für die Beschaffung von internen und externen Kreditlinien zur Deckung ihrer Liquiditätsbedürfnisse sind die einzelnen Gesellschaften, unter Anleitung und Beratung durch den Konzern, selber verantwortlich.

Der Konzern überwacht die Liquiditätsrisiken mit einem periodischen Liquiditätsplanungsinstrument und verfügt über flüssige Mittel, unbenutzte Kreditlimiten und sofort realisierbare Wertschriften, um seinen entsprechenden Verbindlichkeiten nachzukommen. Die ausgezeichnete Kreditwürdigkeit des Konzerns erlaubt es weiter, die internationalen Finanzmärkte für Finanzierungszwecke effizient zu nutzen.

Grundsätzlich kauft oder hält der Konzern keine Aktien, Optionen auf Aktien oder anderen Eigenkapitalinstrumente, welche nicht im direkten Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit des Konzerns stehen.

Vertragliche Fälligkeitsanalyse

Mio. CHF

Vertragliche undiskontierte Geldflüsse

Buchwert

 

Innerhalb 1 Jahres

Innerhalb 2 Jahren

Innerhalb 3 Jahren

Innerhalb 4 Jahren

Innerhalb 5 Jahren

Später als in 5 Jahren

Total

 

1

Sämtliche derivativen Finanzinstrumente werden zu Absicherungszwecken gehalten. Die vertraglichen Geldflüsse beinhalten sowohl Geldzuflüsse als auch Geldabflüsse. Weitere Informationen sind in Erläuterung 29 enthalten.

2014

 

 

 

 

 

 

 

 

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

2 101

 

 

 

 

 

2 101

2 101

Darlehen und Kredite von Finanzinstituten

1 411

428

643

145

96

98

2 822

2 833

Anleihen, Privatplazierungen und Commercial Papers

1 128

926

1 313

1 038

1 018

3 416

8 840

8 861

Zinszahlungen

466

425

355

247

191

1 086

2 769

 

Financial Leasing

22

18

16

12

12

62

143

96

Derivative Finanzinstrumente netto1

(14)

(17)

(6)

(3)

(3)

17

(26)

(47)

Total

5 114

1 780

2 322

1 440

1 314

4 679

16 650

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2013

 

 

 

 

 

 

 

 

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

1 934

 

 

 

 

 

1 934

1 934

Darlehen und Kredite von Finanzinstituten

797

385

402

112

65

187

1 949

1 952

Anleihen, Privatplazierungen und Commercial Papers

2 173

765

880

1 293

879

3 658

9 648

9 652

Zinszahlungen

534

390

357

304

217

1 143

2 944

 

Financial Leasing

25

20

15

15

14

61

150

101

Derivative Finanzinstrumente netto1

(24)

(19)

(21)

(17)

(4)

(63)

(149)

(101)

Total

5 439

1 540

1 632

1 708

1 171

4 986

16 476

 

Die Fälligkeitsanalyse weist die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Geldflüsse einschliesslich Zins- und Tilgungszahlungen aus. Die vertraglichen Zahlungen bemessen sich nach dem frühestmöglichen Datum, an welchem Holcim aufgefordert werden könnte, die Zahlung zu tätigen.

Die variablen Zinszahlungen werden basierend auf den am 31. Dezember gültigen Sätzen berechnet.

Marktrisiken

Die für den Konzern relevanten Marktrisiken sind primär auf Währungs- und Zinsrisiken begrenzt. Um die Volatilität der damit verbundenen Risiken zu steuern, gelangen verschiedene Arten derivativer Finanzkontrakte zum Einsatz. Damit sollen unerwünschte Fluktuationen des Gewinns und des Cashflows, hervorgerufen durch Währungs- und Zinsrisiken, minimiert werden.

Zinsrisiken

Zinsrisiken ergeben sich aufgrund von Marktzinsänderungen, welche sowohl das Konzernergebnis wie auch die Marktwerte der Finanzinstrumente beeinflussen. Der Konzern ist primär dem Einfluss von Marktzinsänderungen auf variabel verzinsliche Finanzverbindlichkeiten ausgesetzt, wodurch sich das Gruppenergebnis entsprechend verändern kann. Das Zinsänderungsrisiko wird vorwiegend über das Verhältnis der fest/variabel verzinslichen Finanzverbindlichkeiten gesteuert. In diesem Zusammenhang kann der Konzern unter anderem Zinssatz-Swaps eingehen, bei denen periodische Zinszahlungen ausgetauscht werden, die auf im Voraus vereinbarten fixen und variablen Zinssätzen basieren.

Zinssatzsensitivität

Die Sensitivitätsanalyse des Konzerns basiert auf dem Zinsrisiko der variabel verzinsten finanziellen Verbindlichkeiten, die am 31. Dezember nicht abgesichert sind.

Für die interne Berichterstattung an die Konzernleitung zur Evaluation des Zinsrisikos wird eine mögliche Veränderung von 1 Prozentpunkt als sinnvolle Schwankung angenommen.

Am 31. Dezember würde eine Veränderung des Zinssatzes um 1 Prozentpunkt den jährlichen Finanzaufwand, ohne Berücksichtigung der steuerlichen Effekte, um CHF 38 Millionen (2013: 36) erhöhen/mindern, vorausgesetzt alle anderen Annahmen bleiben unverändert. Die Berechnung wurde unter Berücksichtigung der abgesicherten Positionen vorgenommen.

Die Zinssatzsensitivität hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht, hauptsächlich aufgrund der Verkürzung der durchschnittlichen Zinsbindungsdauer der variabel verzinslichen Verbindlichkeiten. Der Effekt übertraf sogar die Abnahme des Anteils der Finanzverbindlichkeiten zu variablen Zinssätzen an den totalen Finanzverbindlichkeiten von 44 Prozent auf 42 Prozent.

Die im Eigenkapital erfassten Wertschwankungen der derivativen Instrumente sind im Verhältnis zum gesamten Eigenkapital nicht materiell.

Währungsrisiken

Der Konzern ist international in rund 70 Ländern tätig und ist daher Währungsrisiken ausgesetzt.

Die Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe in die Konzernwährung führt zu Umrechnungsdifferenzen. Der Konzern kann gewisse Nettoinvestitionen im Ausland mit Fremdwährungskrediten oder anderen Instrumenten absichern. Absicherungen auf Nettoinvestitionen werden gleich behandelt wie jene von Cashflows. Bis zu dem Ausmass, in welchem sich die Absicherung von Nettoinvestitionen in ausländische Tochtergesellschaften als wirksam erweist, werden Währungsgewinne oder -verluste aus solchen Transaktionen im Eigenkapital berücksichtigt und sind in den Umrechnungsdifferenzen enthalten.

Aufgrund des lokalen Charakters des Baustoffgeschäfts ist das währungsbedingte Transaktionsrisiko als eher gering zu betrachten. Währungsrisiken ergeben sich primär aus der Tatsache, dass Konzerngesellschaften ihre Umsätze in lokaler Währung erwirtschaften, während Investitionen und der Schuldendienst unter Umständen in einer Fremdwährung erfolgen. In solchen Fällen können Konzerngesellschaften derivative Finanzkontrakte eingehen, die entweder als “Cash Flow Hedge” oder “Fair Value Hedge” qualifizieren, die aber im Allgemeinen keine Absicherungen von zukünftigen Transaktionen beinhalten.

Fremdwährungssensitivität

Die Sensitivitätsanalyse des Konzerns basiert auf dem Nettotransaktionsrisiko, welches entsteht, wenn am 31. Dezember monetäre finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in einer anderen Währung als der funktionalen Währung gehalten werden. Das Nettotransaktionsrisiko aus Fremdwährungspositionen entsteht vorwiegend durch den Gebrauch von CHF, USD und EUR gegenüber den Währungen, in denen der Konzern tätig ist.

Für die interne Berichterstattung an die Konzernleitung zur Evaluation des Währungsrisikos wird eine mögliche Veränderung von 5 Prozent als sinnvolle Schwankung angenommen.

Eine Veränderung von 5 Prozent des CHF, USD oder EUR gegenüber den entsprechenden Währungen, in welchen der Konzern tätig ist, hätte im laufenden wie auch im Vorjahr, unter Berücksichtigung der abgesicherten Positionen, einen unwesentlichen Einfluss auf den Kurs (Verlust) Gewinn netto gehabt.

Die im Eigenkapital erfassten Wertschwankungen der derivativen Instrumente sind im Verhältnis zum gesamten Eigenkapital nicht materiell.

Kapitalstruktur

Im Rahmen der Kapitalbewirtschaftung ist es das Ziel des Konzerns, die Deckung der laufenden finanziellen Bedürfnisse zur Unternehmensfortführung zu gewährleisten und die notwendigen Mittel zur Erreichung der Wachstumsziele bereitzustellen, um damit Mehrwerte für die Aktionäre und andere Interessengruppen zu generieren und eine kostengünstige risikooptimierte Kapitalstruktur aufrechtzuhalten.

Der Konzern bewirtschaftet die Kapitalstruktur und nimmt im Hinblick auf die Veränderung der ökonomischen Bedingungen, der Geschäftsaktivitäten, des Investitions- und Expansionsprogramms und der Risiken der zugrundeliegenden Vermögenswerte Anpassungen vor. Um die Kapitalstruktur zu bewirtschaften, kann der Konzern die Dividendenzahlungen anpassen, Kapitalrückzahlungen an die Aktionäre vornehmen, neue Aktien ausgeben, Schulden erhöhen oder Vermögenswerte zur Reduktion von Schulden veräussern.

Der Konzern überwacht die Kapitalstruktur unter anderem mit den Kennzahlen Funds from operations im Verhältnis zu den Nettofinanzschulden und den Finanzschulden im Verhältnis zum EBITDA.

Die Funds from operations berechnen sich aus dem in der konsolidierten Erfolgsrechnung ausgewiesenen Konzerngewinn zuzüglich Abschreibungen und Wertminderungen. Die Nettofinanzschulden berechnen sich aus den Finanzverbindlichkeiten abzüglich Flüssige Mittel, wie in der konsolidierten Bilanz ausgewiesen.

Die Nettofinanzschulden im Verhältnis zum EBITDA werden als finanzieller Risikoindikator verwendet und stehen für die Anzahl Jahre, die für die Rückzahlung der Schulden benötigt würden.

Im Jahr 2014 war es das unveränderte Ziel des Konzerns, die Funds from operations im Verhältnis zu den Nettofinanzschulden bei mindestens 25 Prozent und Nettofinanzschulden im Verhältnis zum EBITDA mit einem Wert von unter 2,8x zu behalten.

Mio. CHF

2014

2013

Konzerngewinn

1 619

1 596

Abschreibungen und Wertminderungen (Erläuterung 9)

1 434

1 565

Funds from operations

3 053

3 161

 

 

 

Finanzverbindlichkeiten (Erläuterung 27)

11 793

11 705

Flüssige Mittel (Erläuterung 17)

(2 149)

(2 244)

Nettofinanzschulden

9 644

9 461

Funds from operations/Nettofinanzschulden

31,7%

33,4%

Mio. CHF

2014

2013

Nettofinanzschulden

9 644

9 461

EBITDA

4 156

4 332

Nettofinanzschulden/EBITDA

2,3

2,2

Kreditrisiken

Kreditrisiken ergeben sich für den Konzern unter anderem aus der Möglichkeit, dass Kunden nicht mehr fähig sind, ihren eingegangenen Verpflichtungen nachzukommen. Um diesem Risiko in genügendem Ausmass Rechnung zu tragen, wird die Kreditwürdigkeit der verschiedenen Kunden regelmässig überprüft.

Kreditrisiken sowie Risiken im Zusammenhang mit dem Ausfall einer Gegenpartei werden permanent überwacht. Das Gegenparteienrisiko im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten ist auf eine grosse Anzahl von bedeutenden Finanzinstituten verteilt. Der Konzern erwartet von keiner Gegenpartei, dass sie die Verpflichtungen aus den entsprechenden Finanzierungsvereinbarungen nicht erfüllen kann. Per Ende Jahr besteht keine wesentliche Konzentration von Kreditrisiken mit einer einzelnen Gegenpartei oder einer Gruppe von Gegenparteien.

Das maximale Kreditrisiko ist durch die Buchwerte der finanziellen Aktiven inklusive derivativer Finanzinstrumente in der konsolidierten Bilanz ausgewiesen.

Rechnungslegung für derivative Finanzinstrumente und Absicherungsgeschäfte

Der Konzern verwendet hauptsächlich derivative Finanzinstrumente wie Fremdwährungskontrakte und Zinsswaps um bestimmte Risiken im Zusammenhang mit Schulden wie auch Fremdwährungskontrakte um feste Verpflichtungen zur Akquisition bestimmter Sachanlagen abzusichern.

Die Fair Values der verschiedenen derivativen Instrumente sind in Erläuterung 29 zur Konzernrechnung offengelegt. Veränderungen der Eigenkapitalpositionen “Reserve aus Cashflow-Absicherungen” werden in der “Veränderung des konsolidierten Eigenkapitals Holcim” gezeigt.

Derivate werden bei Vertragsabschluss erstmals zum Fair Value erfasst. Danach wird ihr Fair Value jeweils neu bewertet. Die Verbuchung des aus einer nachfolgenden Bewertung resultierenden Gewinns oder Verlusts hängt von der Art des abgesicherten Sachverhalts ab. Im Zeitpunkt des Abschlusses eines derivativen Finanzinstrumentes wird dieses in einer der folgenden Kategorien erfasst: (a) Absicherung des Fair Values von in der Bilanz erfassten Aktiven und Passiven (fair value hedge), (b) Absicherung von spezifischen Risiken im Zusammenhang mit bilanzierten Aktiven oder Passiven, beispielsweise zukünftigen Zinszahlungen auf variabel verzinslichen Schulden (cash flow hedge), (c) Absicherung des Währungsrisikos einer festen Verpflichtung (cash flow hedge) oder (d) Absicherung einer Nettoinvestition in ausländischen Tochtergesellschaften (net investment hedge).

Wertänderungen des Fair Values eines derivativen Finanzinstrumentes, welches als “Fair Value Hedge” qualifiziert und eine hohe Wirksamkeit des Sicherungsgeschäfts ausweist, werden zusammen mit der Wertänderung des Fair Values der abgesicherten Bilanzposition in der Erfolgsrechnung erfasst.

Wertänderungen des Fair Values eines derivativen Finanzinstrumentes, welches als “Cash Flow Hedge” qualifiziert wurde und eine hohe Wirksamkeit des Sicherungsgeschäfts ausweist, werden ausserhalb der Erfolgsrechnung erfasst. Wo ein Sicherungsgeschäft zu einer anschliessenden Erfassung in der Konzernbilanz führt, beispielsweise von Sachanlagen oder einer Verbindlichkeit, werden ursprünglich im Eigenkapital erfasste Gewinne oder Verluste aus Bewertungsänderungen auf die nicht finanziellen Aktiven und auf die Passiven übertragen. Ansonsten werden im Eigenkapital erfasste Wertveränderungen im Zusammenhang mit der Absicherung eines Cashflows in derjenigen Periode in der Erfolgsrechnung erfasst, in der die Cashflows (z.B. Zahlungen im Zusammenhang mit abgesicherten Verpflichtungen oder Zinszahlungen) aus dem abgesicherten Grundgeschäft erfolgswirksam werden.

Bestimmung der Fair Values

Die Fair Values von börsengehandelten Finanzinstrumenten basieren grundsätzlich auf Marktpreisen am Ende der Berichtsperiode.

Zur Ermittlung der Fair Values von nicht börsengehandelten Finanzinstrumenten gelangen verschiedene Bewertungsmethoden zur Anwendung, wie zum Beispiel die Discounted-Cash-Flow-Methode und Modelle zur Preisfestsetzung von Finanzoptionen. Die Bewertungsmethoden basieren grundsätzlich auf beobachtbaren Marktinformationen am Ende der Berichtsperiode.

Es wird angenommen, dass die fortgeführten Anschaffungskosten (amortized cost) von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr in etwa den Fair Values entsprechen.

Fair Values

Mio. CHF

Buchwert (basierend auf Bemessungsgrundlage)

Fair Value als Vergleich

 

Fortgeführte
Anschaffungs­kosten

Fair Value level 1

Fair Value level 2

Total

1

Zur Veräusserung verfügbare finanzielle Vermögenswerte.

2

Beteiligungen bewertet zu historischen Kosten.

3

Zu Absicherungszwecken gehalten.

4

Der entsprechende Fair Value für langfristige Forderungen besteht aus CHF 6 Mio. Level 1 und CHF 326 Mio. Level 2 Fair-Value-Bewertungen.

5

Der entsprechende Fair Value für Verbindlichkeiten aus langfristiger Finanzierung besteht aus CHF 8 191 Mio. Level 1 und CHF 2 156 Mio. Level 2 Fair-Value-Bewertungen.

2014

 

 

 

 

 

Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

 

 

 

 

 

Flüssige Mittel

2 149

 

 

2 149

 

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

2 226

 

 

2 226

 

Sonstige Forderungen

211

 

 

211

 

Andere kurzfristige Vermögenswerte

 

11

 

1

 

 

 

 

 

 

 

Langfristige finanzielle Vermögenswerte

 

 

 

 

 

Langfristige Forderungen

327

 

 

327

3314

Beteiligungen an Dritten

282

21

851

115

 

Derivative Aktiven3

 

 

50

50

 

 

 

 

 

 

 

Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten

 

 

 

 

 

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

2 101

 

 

2 101

 

Kurzfristige Verbindlichkeiten

2 499

 

 

2 499

 

Derivative Verbindlichkeiten3

 

 

3

3

 

 

 

 

 

 

 

Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten

 

 

 

 

 

Verbindlichkeiten aus langfristiger Finanzierung

9 291

 

 

9 291

10 3475

Mio. CHF

Buchwert (basierend auf Bemessungsgrundlage)

Fair Value als Vergleich

 

Fortgeführte
Anschaffungs­kosten

Fair Value level 1

Fair Value level 2

Total

1

Zur Veräusserung verfügbare finanzielle Vermögenswerte.

2

Beteiligungen bewertet zu historischen Kosten.

3

Zu Absicherungszwecken gehalten.

4

Der entsprechende Fair Value für langfristige Forderungen besteht aus CHF 4 Mio. Level 1 und CHF 312 Mio. Level 2 Fair-Value-Bewertungen.

5

Der entsprechende Fair Value für Verbindlichkeiten aus langfristiger Finanzierung besteht aus CHF 7 416 Mio. Level 1 und CHF 1 887 Mio. Level 2 Fair-Value-Bewertungen.

2013

 

 

 

 

 

Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

 

 

 

 

 

Flüssige Mittel

2 244

 

 

2 244

 

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

2 121

 

 

2 121

 

Sonstige Forderungen

152

 

 

152

 

Andere kurzfristige Vermögenswerte

 

11

861

87

 

Derivative Aktiven3

 

 

6

6

 

 

 

 

 

 

 

Langfristige finanzielle Vermögenswerte

 

 

 

 

 

Langfristige Forderungen

314

 

 

314

3164

Beteiligungen an Dritten

352

21

891

126

 

Derivative Aktiven3

 

 

96

96

 

 

 

 

 

 

 

Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten

 

 

 

 

 

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

1 934

 

 

1 934

 

Kurzfristige Verbindlichkeiten

2 920

 

 

2 920

 

Derivative Verbindlichkeiten3

 

 

1

1

 

 

 

 

 

 

 

Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten

 

 

 

 

 

Verbindlichkeiten aus langfristiger Finanzierung

8 785

 

 

8 785

9 3035

Die Tabelle weist die Buchwerte und die Fair Values der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus.

Die Levels der Fair-Value-Hierarchie werden wie folgt definiert:

Level 1 Fair-Value-Bewertungen basieren auf notierten Preisen in aktiven Märkten (ohne Anpassungen) für gleichartige finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten. Bei den unter Level 1 ausgewiesenen Fair Values handelt es sich grundsätzlich um börsengehandelte Aktien und Anleihen.

Level 2 Fair-Value-Bewertungen basieren auf Bewertungsmethoden, für welche die Eingabeparameter direkt oder indirekt am Markt beobachtbar sind. Solche Bewertungsmethoden beinhalten die Discounted-Cashflow-Methode und Modelle zur Preisfestsetzung von Finanzoptionen. Beispielsweise werden Fair Values von Zinssatz- und Währungsswaps auf Basis des Barwertes der zukünftigen geschätzten Cashflows ermittelt und Fremdwährungstermingeschäfte werden mittels offizieller Fremdwährungsterminkurse am Ende der Berichtsperiode ermittelt.

Level 3 Fair-Value-Bewertungen basieren auf Bewertungsmethoden, bei welchen die Eingabeparameter nicht am Markt beobachtbar sind. 2014 und 2013 wurden keine finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im Level 3 ausgewiesen.

Sowohl im Jahr 2014 wie auch 2013 gab es keine Transfers zwischen den Hierarchie-Levels.