Investitionstätigkeit

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erhöhte sich der Geldfluss aus Investitionstätigkeit um CHF 59 Millionen auf CHF 1724 Millionen. Die Nettoinvestitionen zur Erhaltung der Substanz und Konkurrenzfähigkeit beliefen sich auf CHF 738 Millionen; die Investitionen in Erweiterungs- und Diversifikationsprojekte betrugen CHF 1020 Millionen. Erlöse aus dem Verkauf von Sachanlagen betrugen CHF 209 Millionen (2013: 205). Erweiterungsinvestitionen betrafen hauptsächlich wesentliche Projekte zur Erweiterung der Zementkapazität in aufstrebenden Ländern wie Brasilien, Indonesien, Ecuador und Indien sowie in einzelnen reifen Märkten wie Australien.

Die netto Devestitionen in Finanzanlagen bestanden in erster Linie aus der Veräusserung von Tochtergesellschaften.

Wesentliche Investitionsprojekte

Indonesien – Kapazitätsausbau in Tuban

Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, baut Holcim ein neues integriertes Zementwerk in Tuban, Ostjava, mit zwei Produktionsanlagen mit einer Kapazität von jeweils 1,6 Millionen Tonnen. Die Zementmühle der ersten Anlage wird seit Dezember 2013 kommerziell genutzt, und die Ofenlinie folgte im September 2014. Die zweite Anlage wird im zweiten Quartal 2015 vollständig betriebsfähig sein.

Holcim baut ausserdem ein Zementterminal und einen Verpackungsbetrieb in der Nähe von Lampung im Süden Sumatras. Die Inbetriebnahme dieses Terminals wird für das erste Quartal 2016 erwartet. Holcim ist im regionalen Markt im Süden Sumatras bereits stark aufgestellt. Das Wachstum liegt hier über dem Durchschnitt Indonesiens, daher ermöglicht eine Stärkung der Präsenz einen besseren Kundenservice und eine Senkung der Logistikkosten.

Brasilien – Kapazitätsausbau im Werk Barroso

In Brasilien wird im Werk Barroso eine zweite Ofenlinie installiert, die im zweiten Halbjahr 2015 in Betrieb genommen wird. Die zusätzliche Zementkapazität in Höhe von 2,3 Millionen Tonnen wird die Gesamtkapazität von Holcim Brasilien auf 7,7 Millionen Tonnen bringen. Diese Investition ermöglicht dem Konzern eine bessere Position bei der Deckung der langfristig zunehmenden Nachfrage nach Baustoffen im Südosten Brasiliens.

Ecuador – Ausbau Klinkerkapazität in Guayaquil

Nach der termingerechten Inbetriebnahme der neuen Zementmühle im zweiten Halbjahr 2011 begann Holcim Ecuador im Dezember 2012 mit der zweiten Phase der Modernisierung des Zementwerks in Guayaquil. Wenn das Projekt im Mai 2015 abgeschlossen sein wird, wird dadurch die Klinkerkapazität um 1,4 Millionen Tonnen erhöht. Diese Investition wird die Differenz zwischen der lokalen Klinkerproduktionskapazität und der lokalen Zementkapazität ausgleichen, womit auf teure Klinkerimporte verzichtet, logistische Risiken vermindert, die lokale Wertschöpfung erhöht und der CO2-Fussabdruck verkleinert werden kann. Mit dieser Investition wird sich Holcim Ecuador besser positionieren, um die starke Markenpräsenz zu nutzen, bestehende Kundenbedürfnisse zu befriedigen und den Importbedarf zu reduzieren.

Indien – Ausbau der Marktposition

Die noch andauernde Errichtung eines neuen Zementwerks am Standort Jamul in Indien verläuft plangemäss. Die Produktionseinheit mit einer Kapazität von 2,8 Millionen Tonnen Klinker in Jamul soll den Betrieb Mitte 2015 aufnehmen. Die ausgelagerten Mahlwerke in Jamul und Sindri mit einer Jahreskapazität von 2,5 Millionen Tonnen sollen Ende 2015 in Betrieb genommen werden. Die beiden vorgeschlagenen zusätzlichen Mahlwerke in der östlichen Region wurden aufgrund veränderter Marktbedingungen vorerst zurückgestellt.

Australien – Erweiterung der Zuschlagstoffkapazitäten

Im Jahr 2011 wurde südwestlich von Sydney mit dem Bau des grössten Projekts von Holcim im Segment Zuschlagstoffe begonnen. Das als Lynwood-Steinbruch bekannte Abbaugebiet wird einen der grössten Märkte Australiens mit Zuschlagstoffen beliefern. Zusammen mit dem Distributionszentrum in West-Sydney wird der Steinbruch dank des Rohmaterialtransports mit der Bahn für eine der kostengünstigsten und nachhaltigsten Lösungen dieser Art sorgen. Die Inbetriebnahme ist für Mai 2015 geplant. Der Standort dürfte zur Festigung von Holcims integrierter Marktposition in Sydney und New South Wales führen.

Russland – Modernisierung in Volsk

Holcim Russland setzt seine Modernisierungsstrategie mit der Erneuerung des Werks Volsk in der Wolgaregion fort. Die Modernisierung des Werks Volsk verläuft in zwei Phasen: „Klinkerproduktionslinie“ und „Zementwerk-Modernisierung“. Die wesentlichen strukturellen Grundlagen sind bereits abgeschlossen, derzeit wird die mechanische Ausrüstung installiert. Das Projekt verläuft generell nach Plan, die neue Klinkerproduktionslinie soll im zweiten Halbjahr 2016 in Betrieb genommen werden. Dieses Projekt wird Holcim Russland erlauben, verstärkt an Russlands Wachstum teilzuhaben, und wird die langfristige Kostenwettbewerbsfähigkeit des Werks Volsk optimieren.