Operative Ergebnisse 4. Quartal

Verkaufsvolumen und wichtigste Kennzahlen

 

Okt.–Dez.
20141

Okt.–Dez.
20131

±%

±% auf vergleich­barer Basis

1

Die dargestellten prozentualen Anteile für reife und aufstrebende Märkte errechnen sich aus dem Total der operativen Segmente Asien, Ozeanien, Lateinamerika, Europa, Nordamerika und Afrika, Naher Osten ohne Corporate/Eliminationen.

Zementabsatz in Mio. t

34,4

34,6

–0,6

–0,6

– Davon reife Märkte in %

22

21

 

 

– Davon aufstrebende Märkte in %

78

79

 

 

Zuschlagstoffabsatz in Mio. t

39,4

39,7

–0,7

–0,5

– Davon reife Märkte in %

86

85

 

 

– Davon aufstrebende Märkte in %

14

15

 

 

Transportbetonabsatz in Mio. m3

9,2

10,0

–8,0

–7,1

– Davon reife Märkte in %

59

59

 

 

– Davon aufstrebende Märkte in %

41

41

 

 

Asphaltabsatz in Mio. t

2,6

2,6

+2,8

+2,8

 

 

 

 

 

Nettoverkaufsertrag in Mio. CHF

4 867

4 778

+1,9

+1,9

– Davon reife Märkte in %

49

48

 

 

– Davon aufstrebende Märkte in %

51

52

 

 

Betrieblicher EBITDA in Mio. CHF

1 006

945

+6,5

+5,9

– Davon reife Märkte in %

42

39

 

 

– Davon aufstrebende Märkte in %

58

61

 

 

Betriebliche EBITDA-Marge in %

20,7

19,8

 

 

Betriebsgewinn in Mio. CHF

598

559

+6,9

+8,9

– Davon reife Märkte in %

35

31

 

 

– Davon aufstrebende Märkte in %

65

69

 

 

Betriebsgewinn-Marge in %

12,3

11,7

 

 

Konzerngewinn in Mio. CHF

458

319

+43,5

 

Konzerngewinn – Anteil Aktionäre Holcim Ltd – in Mio. CHF

355

233

+52,5

 

Geldfluss aus Geschäftstätigkeit in Mio. CHF

1 451

1 615

–10,1

–8,1

Die Nachfrage nach Zement, Zuschlagstoffen sowie weiteren Baustoffen und Serviceleistungen ist saisonal, da sich das Klima direkt auf die Bautätigkeit auswirkt. Im ersten und vierten Quartal ist der Umsatz von Holcim typischerweise niedriger, da der Winter die Hauptmärkte des Konzerns in Europa und Nordamerika negativ beeinflusst, während der Umsatz im zweiten und dritten Quartal unter dem Einfluss der Sommersaison anzieht. Dieser Effekt ist besonders stark in strengen Wintern zu spüren.

Im Vergleich zum vierten Quartal 2013 nahmen die Zementlieferungen auf vergleichbarer Basis mit 34,4 Millionen Tonnen um 0,2 Millionen Tonnen oder 0,6 Prozent ab. Der solide Zuwachs von 14,6 Prozent in Nordamerika konnte die Einbussen in Europa, Lateinamerika und Afrika, Naher Osten nicht auffangen. In Asien, Ozeanien verlangsamte sich das Volumenwachstum.

Der Absatz von Zuschlagstoffen betrug 39,4 Millionen Tonnen. Damit verringerte sich der Absatz auf vergleichbarer Basis um 0,2 Millionen Tonnen oder 0,5 Prozent. Nachteilige Auswirkungen hatten die im Vorjahr ergriffenen Restrukturierungsmassnahmen in Lateinamerika sowie ein tieferes Absatzvolumen in Asien, Ozeanien sowie Afrika, Naher Osten. Diese ungünstigen Entwicklungen konnten durch das robuste Wachstum in Nordamerika und die Verbesserungen in Europa teilweise neutralisiert werden. In Europa legte der Absatz im vierten Quartal leicht zu, unterstützt durch die rege Dynamik in Grossbritannien und in Rumänien. Dies kompensierte die Abschwächung in anderen Märkten wie Frankreich, Belgien und der Schweiz.

Im Quartalsverlauf wurden 9,2 Millionen Kubikmeter Transportbeton ausgeliefert, was auf vergleichbarer Basis einem Rückgang von 0,7 Millionen Kubikmeter oder 7,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Mit Ausnahme von Nordamerika verzeichneten alle Regionen tiefere Absatzmengen. Besonders schwach war die Volumenentwicklung in Lateinamerika, wo das Transportbetongeschäft restrukturiert und neu auf die profitabelsten Märkte ausgerichtet wurde. In Europa war der Rückgang vor allem auf einen schrumpfenden Baumarkt in West- und Mitteleuropa zurückzuführen.

Mio. CHF

Okt.–Dez.
2014

Okt.–Dez.
2013

±%

±% auf vergleich­barer Basis

 

 

 

 

 

Nettoverkaufsertrag nach Konzernregionen

 

 

 

 

Asien, Ozeanien

1 764

1 679

+5,1

+2,4

Lateinamerika

770

793

–2,9

+1,5

Europa

1 303

1 367

–4,7

–3,6

Nordamerika

958

828

+15,7

+14,4

Afrika, Naher Osten

207

218

–5,4

–6,5

Corporate/Eliminationen

(134)

(107)

 

 

Total

4 867

4 778

+1,9

+1,9

 

 

 

 

 

Betriebsgewinn nach Konzernregionen

 

 

 

 

Asien, Ozeanien

232

229

+1,1

–1,1

Lateinamerika

174

147

+18,1

+19,1

Europa

113

121

–6,5

+8,6

Nordamerika

99

52

+90,0

+88,8

Afrika, Naher Osten

49

54

–10,1

–10,5

Corporate/Eliminationen

(68)

(44)

 

 

Total

598

559

+6,9

+8,9

 

 

 

 

 

Cashflow

 

 

 

 

Geldfluss aus Geschäftstätigkeit

1 451

1 615

–10,1

–8,1

 

 

 

 

 

Nettoinvestitionen in Sachanlagen zur Erhaltung der Substanz und Konkurrenzfähigkeit

(373)

(346)

–7,9

 

Erweiterungsinvestitionen

(237)

(373)

+36,5

 

De(in)vestitionen in Finanzanlagen netto

39

(74)

+152,5

 

Geldfluss aus Investitionstätigkeit

(570)

(793)

+28,1

 

Im vierten Quartal stieg der Nettoverkaufsertrag gegenüber dem Vorjahr um CHF 89 Millionen beziehungsweise 1,9 Prozent auf CHF 4867 Millionen. Positive Wechselkurseffekte in Höhe von 0,4 Prozent konnten die Auswirkung der Änderungen im Konsolidierungskreis auf den Nettoverkaufsertrag von -0,4 Prozent fast kompensieren. Auf vergleichbarer Basis wuchs der Nettoverkaufsertrag um CHF 90 Millionen oder 1,9 Prozent. Die Verbesserung des Nettoverkaufsertrags gegenüber dem Vorjahresquartal wurde durch günstige Preisentwicklungen in allen Regionen gestützt, insbesondere in Nordamerika, Europa und Asien, Ozeanien. Allerdings belastete ein negativer Volumeneffekt in Europa, Lateinamerika und Afrika, Naher Osten den Nettoverkaufsertrag des Konzerns.

Der betriebliche EBITDA stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um CHF 62 Millionen beziehungsweise 6,5 Prozent auf CHF 1006 Millionen. Wechselkurseffekte trugen mit 0,6 Prozent leicht positiv zum operativen Ergebnis des Konzerns bei, während sich der veränderte Konsolidierungskreis nicht wesentlich auswirkte. Auf vergleichbarer Basis stieg der betriebliche EBITDA um CHF 55 Millionen oder 5,9 Prozent. Unter Ausklammerung der im Quartal verbuchten Restrukturierungskosten von CHF 33 Millionen und Mergerkosten von CHF 23 Millionen stieg der betriebliche EBITDA auf vergleichbarer Basis um CHF 111 Millionen oder 11,8 Prozent.

Der Betriebsgewinn stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um CHF 39 Millionen auf CHF 598 Millionen. Unter Ausklammerung der positiven Wechselkurseffekte von 0,9 Prozent und der negativen Auswirkung der Änderung des Konsolidierungskreises von 2,9 Prozent verbesserte sich der Betriebsgewinn auf vergleichbarer Basis um CHF 50 Millionen oder 8,9 Prozent. Der Betriebsgewinn erhöhte sich auf vergleichbarer Basis und unter Ausklammerung der Restrukturierungs- und Mergerkosten von CHF 58 Millionen um CHF 108 Millionen oder 19,2 Prozent. Diese Verbesserung war vor allem auf Nordamerika zurückzuführen. Die dortigen guten Marktbedingungen ermöglichten eine positive Preis- und Volumenentwicklung. Im Gegensatz zur schleppenden Entwicklung der vorangegangenen Quartale 2014 erhöhte sich der Betriebsgewinn in Lateinamerika dank niedrigerer Fixkosten und Preiserhöhungen in einigen Ländern auf vergleichbarer Basis um 19,1 Prozent. Nach einem Dämpfer im dritten Quartal 2014 meldete Europa trotz mergerbedingter Kosten erneut einen positiven Leistungsausweis. In Asien, Ozeanien fiel der Betriebsgewinn etwas tiefer aus als im Vorjahr, da die Auswirkungen höherer Kosten nicht durch die positive Volumen- und Preisentwicklung kompensiert werden konnten. Afrika, Naher Osten verzeichnete aufgrund von Volumenrückgängen in den wichtigsten Märkten im Berichtsquartal ein negatives Wachstum des Betriebsgewinns.

Die Betriebsgewinn-Marge erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresquartal auf vergleichbarer Basis um 0,8 Prozentpunkte auf 12,3 Prozent. Unter Ausklammerung von Restrukturierungs- und Mergerkosten verbesserte sich die Marge auf vergleichbarer Basis um 2,0 Prozentpunkte auf 13,5 Prozent.

Der Geldfluss aus Geschäftstätigkeit sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um CHF 164 Millionen oder 10,1 Prozent. Auf vergleichbarer Basis betrug der Rückgang CHF 130 Millionen beziehungsweise 8,1 Prozent. Die positive Entwicklung des betrieblichen EBITDA wurde durch nachteilige Veränderungen des Nettoumlaufvermögens in allen Konzernregionen und insbesondere in Europa neutralisiert.